Bielefeld (Neue Westfälische, 24.12.2011). Auf ein erfolgreiches Jahr, das mit dem Aufstieg in die Kreisliga gekrönt wurde, blickt der TuS Eintracht zurück. Das Team von der Königsbrügge hat sich auch in der neuen Umgebung schnell akklimatisiert und überwintert mit 25 Punkten und 46:36 Toren auf dem siebten Tabellenplatz der A-Liga.
"Meine Mannschaft hat in den letzten Monaten für viele positive Schlagzeilen gesorgt und konnte nicht nur mich durch ihren erfrischenden Offensivfußball überzeugen", freut sich Spielertrainer Josip Ivanjko über die Entwicklung seines Teams, das gerade daheim kaum zu bezwingen war. Erst im Laufe der letzten Wochen schlichen sich einige ungewohnte Schwächen ein, die eine bessere Platzierung verhinderten. "Wir spielen ein sehr risikofreudiges System, da sind Rückschläge natürlich nicht zu vermeiden", nimmt Josip Ivanjko seine Schützlinge in Schutz, die sich im spielerischen Bereich vor keinem Gegner verstecken müssen. "Die Niederlagen in Versmold (2:3) oder beim SCB 04/26 (1:2) waren nach meiner Meinung völlig unnötig, sie haben uns um eine bessere Ausgangssituation gebracht", ärgert sich der Coach noch heute über diese unnötigen Punktverluste. Dennoch blickt man rund um die Königsbrügge optimistisch in die Zukunft, in der man durchaus den Blickkontakt zur Spitzengruppe wahren möchte.
Unterstützt wird der Aufsteiger dabei von Dino Mujkanovic (SC Enger), der den TuS in der Rückrunde verstärken wird. "Mit Dino haben wir einen erfahrenen Akteur dazu bekommen, der uns bestimmt weiter nach vorne bringt", ist Josip Ivanjko von den Qualitäten seines Allrounders überzeugt. |
In den nächsten Tagen wollen die Eintrachtler zunächst einmal bei der Hallen-Stadtmeisterschaft für Furore sorgen - der Kreisligist hat aber mit dem VfL Theesen und dem TuS Jöllenbeck anspruchsvolle Vorrundengegner erwischt. Auf dem Feld will der Aufsteiger sich in Richtung "Europapokalplatz" orientieren - also zumindest Fünfter werden.
Höher hinaus möchte da schon der SCB 04/26, der mit 26 Punkten und 38:26 Toren derzeit den besagten fünften Rang einnimmt. Eine Platzierung, die Trainer Zeki Durmus nicht so richtig schmeckt, hatte er doch vor dem Saisonstart ganz offen vom Aufstieg in die Bezirksliga gesprochen. "Acht Punkte Rückstand auf die Spitze sind nur schwer aufzuholen, doch wir werden nach der Winterpause alles versuchen, um doch noch unseren Traum zu verwirklichen", gibt sich Durmus aber kämpferisch. Auch der SCB konnte sich mit Sezgin Baytar gezielt verstärken und hat noch drei talentierte Nachwuchskräfte in der Hinterhand. "Die Mannschaft hat aus den Fehlern der Vorwochen gelernt und endlich kapiert, dass man in der A-Liga nur mit vollem Einsatz bestehen kann", sagt Durmus, der endlich bei seinen Akteuren einen Lernprozess sieht: Zuvor hätten sie zu oft versucht hat, die Spiele mit "Hacke, Spitze 1- 2 - 3" zu gewinnen. "Mit uns wird noch zu rechnen sein", so die Kampfansage des Trainers, der nach der schwachen Hinrunde eine deutliche Leistungssteigerung erwartet.
Die Fans können sich im neuen Jahr also auf einen spannenden Aufstiegskampf in der A-Liga einstellen, wo der BV Werther und der TuS Ost allerdings nur schwer von der Spitze zu verdrängen sein dürften. |